Miliztauglich

Parade in Cusco (Peru)

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Miliz nannte man in den sozialistischen Ländern Osteuropas die Polizei – je nach politischer Lage mit mehr oder weniger Respekt oder sogar Angst. Ich wusste, dass die Schweizer Armee eine Milizarmee ist, auch vom Milizsystem in der Politik hatte ich gehört. Trotzdem schwang für mich immer etwas Militaristisches mit, wenn ein Arbeitskollege sagte: „Wir müssen das noch miliztauglich machen.“

Erst nach ein paar Jahren wurde mir klar, dass „miliztauglich“ einfach bedeutet: Verwendbar für Laien ohne Vorkenntnisse. Googelt man den Begriff, findet man ihn tatsächlich meist im Zusammenhang mit der Armee. Doch findet man auch Zitate wie: (Eine Software ist) „absolut miliztauglich und äusserst einfach zu bedienen.“ „Miliz“ sind eben nicht nur die Militärdienstleistenden und Nebenberufsparlamentarier, sondern auch die ehrenamtlichen Helfer oder Vorstandsmitglieder einer Non-Profit-Organisation.

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Kommentare (3)

  1. Kai

    Perfekt, danke für die Erklärung – gerade bin ich nach 10 Jahren in der Schweiz das erste Mal über diesen Begriff gestolpert – im Zusammenhang mit Software und dachte: was hat denn diese Software mit der Armee zu tun – LOL. Jetzt kommt Licht ins Dunkel :-)

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    1. Julia (Beitrag Autor)

      Gerne, danke für den Kommentar! Vielleicht findet sich ja noch mehr Interessantes auf diesem Blog…

  2. Martin

    Da habe ich wirklich mal etwas Neues gelernt – den Begriff konnte ich bisher gar nicht einordnen…

    Antworten

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