Gärtlidenken

cafe_zaunIn deutschen Konzernen spricht man oft vom „Silodenken“, das überwunden werden sollte. Gemeint ist eine Mentalität, die vor allem an die eigene Abteilung denkt und das Wohl des gesamten Unternehmens vernachlässigt. Eigentlich ist das Bild ziemlich hässlich: Ein Silo ist ein grosser Behälter für Schüttgüter, zum Beispiel Futtermittel. Das Innere stelle ich mir ziemlich stinkend vor, und nur ganz wenige werden zu einem Silo eine persönliche Beziehung aufbauen.

Wie schön und treffend kommt dagegen der Schweizer Begriff für die gleiche Unsitte daher: Gärtchendenken oder gerne auch Gärtlidenken. Da sieht man regelrecht die Nachbarn, die zwar über den Zaun ein paar Worte miteinander wechseln, aber sorgsam darauf achten, dass die Früchte ihrer fleissigen Arbeit auf der eigenen Seite bleiben.

Zaun heisst übrigens in der Schweiz Hag. Deshalb gibt es bei Migros einen „Café Zaun“ – für Schweizer sofort erkennbar als Kopie des auch in der Schweiz beliebten koffeinfreien Kaffee Hag.

 

Foto: Migros

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