Im Fall

„Im Fall“ ist eine der am häufigsten gehörten Floskeln, wenn man – meist unfreiwillig – in Zürich Gespräche am Handy belauscht.

Mit „im Fall der Fälle“ hat das nichts zu tun, auch nichts mit einem Kriminalfall („Freispruch im Fall Müller“). Das Variantenbuch übersetzt „im Fall“ etwas wortreich mit „nur dass du es weisst“. Wie mir auffiel, ist das die wohl beste Übersetzung für das hübsche bayerische „fei“, das ebenfalls praktisch nur mündlich Verwendung findet. Für meine hessische Tante übersetzten wir es früher etwas hilflos mit „vielleicht“. „Das ist fei verboten“ oder „des macht fei nix“ – nein, „vielleicht“ passt nicht. „Im Fall“ hingegen sehr gut, mindestens für Schweizer.

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