Arbeitskollegen, Kollegen, Freunde?

„Liebe Kollegen“, schrieb ich vor einigen Jahren an das Agenturteam, das damals im Auftrag meiner Firma tätig war (es waren tatsächlich nur Männer). „Sind das deine Kollegen?“, fragte mich meine Chefin damals, als sie die Anrede sah. Bis dahin waren Kolleginnen und Kollegen für mich so ziemlich alle Menschen gewesen, mit denen ich zusammenarbeite. Wie ich daran lernte, ist das in der Schweiz anders: Kollege, Kollegin bedeutet befreundete Person. Deshalb gibt hier der Begriff „Arbeitskollege“ Sinn – in Deutschland ist er genauso doppelt gemoppelt wie Fusswanderung oder Rückantwort. Beides gibt es übrigens. Ebenso wie den „work colleague“ im Englischen, über den sich der Guardian kürzlich aufgeregt hat. Ob an dem wohl die Schweizer Schuld sind?

 

 

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Kommentar (1)

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