Die Frühaufsteher-Nation?

Gesund-schlafende_DameAn das Gespräch erinnere ich mich noch genau. Es begann als eine Art Small-Talk: Ich wunderte mich, warum Bauarbeiter immer so früh am Morgen anfangen zu arbeiten und Anwohner mit ihrem Lärm aus dem Bett vertreiben. „Findest du?“, sagte die Arbeitskollegin. „Sie fangen um sieben Uhr an, das ist doch ganz normal.“

Ganz normal – dazu habe ich andere Vorstellungen. Ich bin bekennende Langschläferin. Damit komme ich mir in der Schweiz oft exotisch vor. Studien bestätigen diesen Eindruck nicht so recht. Danach steht der durchschnittliche Schweizer nach fast acht Stunden Schlaf knapp vor sieben Uhr auf, der Durchschnittsdeutsche kaum zehn Minuten später.

Vielleicht lag es an meinem früheren Arbeitgeber? Dort fingen viele völlig freiwillig – es gab Gleitzeit – um sieben an zu arbeiten. Als ich ausnahmsweise einmal schon um sechs Uhr früh ins Büro kam, war es bereits äusserst belebt. Und das im Januar, wenn es um diese Zeit noch stockdunkel ist! Ein Arbeitsbeginn um neun galt dort bereits als aussergewöhnlich spät. Dafür war ich abends schnell ziemlich allein.

Generell sind sich die meisten Schweizer einen Arbeitsbeginn zwischen 7.30 und 8 Uhr gewöhnt – was sich kaum mit der in der Studie ermittelten Aufstehzeit und durchschnittlich 30 Minuten Pendelzeit verträgt („sich gewöhnt sein“ ist übrigens auch ein Helvetismus). Die ersten Schulen beginnen schon um 7 Uhr 20 mit dem Unterricht.

Im Sommer beneide ich ja die Lerchen. Wer würde dann nicht gerne mit den Vögeln aufstehen, in den kühlen Stunden frisch seine Arbeit erledigen und den heissen Nachmittag am See verbringen? Andererseits geniesse ich auch die Abende im Freien, und so klappt es wieder nicht mit dem frühen Schlaf.

Im Winterhalbjahr, wenn es kalt und dunkel ist, gilt noch mehr, was eine mir nahestehende Person gerne sagt: „So ein Bett ist doch etwas Schönes.“ Umso schwerer fällt es, aus den Federn kommen – am schlimmsten, wenn draussen noch Nacht ist. Immerhin: Bis ich dann ins Büro fahre, ist selbst im tiefsten Winter die Sonne schon aufgegangen. Unterwegs winke ich den Bauarbeitern zu, die sich nach zwei Stunden Arbeit ihr Znüni verdient haben.

 

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Foto: daunendecke.de

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